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Feuerwehr im Einsatz: Brände in Neustadt und Radeberger Vorstadt

Zahlreiche Brände haben in der Nacht zum Sonntag Einsatzkräfte in und um die Dresdner Neustadt beschäftigt. Betroffen waren die Radeberger Vorstadt und die Äußere Neustadt.

Minibagger brannte an der Radeberger Straße - Foto: Feuerwehr Dresden
Minibagger brannte an der Radeberger Straße – Foto: Feuerwehr Dresden

Minibagger am Jägerpark in Brand gesetzt

Am Jägerpark in der Radeberger Vorstadt geriet gegen 2:05 Uhr ein Minibagger in Brand. Unbekannte setzten das rund 2,7 Tonnen schwere Fahrzeug auf bislang nicht bekannte Weise in Brand.

Das Feuer griff auf einen daneben abgestellten Zweiachsanhänger über. Auch Bäume in der Nähe wurden durch Hitze beschädigt. Der Schaden beträgt etwa 15.000 Euro. Menschen wurden nicht verletzt.

Die Feuerwehr war zuvor zu einer Baustelle am Rand der Dresdner Heide alarmiert worden. Bereits auf der Anfahrt war ein Feuerschein sichtbar. Ein Trupp unter Atemschutz begann sofort mit den Löscharbeiten. Wegen austretender Hydraulikflüssigkeit kam auch Schwerschaum zum Einsatz.

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Nach dem Löschen kontrollierten die Einsatzkräfte die Brandstelle mit einer Wärmebildkamera. Mit Tagesanbruch übernahm die Kriminaltechnik die Untersuchungen zur Ursache. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung. Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Rufnummer 0351 4832233 entgegen. Im Einsatz waren 16 Kräfte der Feuer- und Rettungswache Albertstadt.

Einsatzkräfte nehmen mit Wasser und Löschschaum die Brandbekämpfung auf. Foto: Feuerwehr Dresden
Einsatzkräfte nehmen mit Wasser und Löschschaum die Brandbekämpfung auf. Foto: Feuerwehr Dresden

Mehrere Mülltonnen im Alaunpark betroffen

Gegen Mitternacht brannten im Bereich des Alaunparks mehrere Mülltonnen. Die Feuerwehr rückte mit sechs Einsatzkräften aus. Während der Löscharbeiten ging um 00.26 Uhr ein weiterer Notruf ein. Nur wenige Häuser entfernt standen erneut Mülltonnen in Flammen. Ein weiteres Löschfahrzeug wurde entsandt.

Um 1.08 Uhr wurde ein brennender Müllbehälter auf dem Alaunplatz gemeldet. Hier reichte ein Kleinlöschgerät aus. Insgesamt waren zwölf Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswache Albertstadt im Einsatz.

Die Feuerwehr verhinderte eine Ausbreitung auf benachbarte Gebäude. Verletzt wurde niemand. Die Polizei ermittelt zur Brandursache.

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Weitere Brände an der Tannenstraße

Gegen 3:19 Uhr wurde ein weiterer Brand an der Tannenstraße gemeldet. Unrat brannte direkt an einer Gebäudefassade. Die Flammen wirkten bereits auf mehrere Hausanschlusskästen ein.

Die Feuerwehr löschte das Feuer zunächst aus sicherer Entfernung mit einem C-Rohr. Eine Kontrolle mit der Wärmebildkamera ergab an den Anschlusskästen Temperaturen von rund 30 Grad Celsius. Der zuständige Netzbetreiber wurde informiert.

Während des Einsatzes meldeten zwei Passanten Rauch aus einem öffentlichen Abfallbehälter am Eingang des Alaunparks an der Ecke Tannenstraße und Hans-Oster-Straße. Die Einsatzkräfte fanden einen Schwelbrand in einem bodenbündigen Mülleimer. Sie öffneten ihn und löschten mit Wasser aus Gießkannen.

Verletzt wurde niemand. Die Polizei übernahm die Einsatzstellen. Im Einsatz waren sechs Kräfte der Feuer- und Rettungswache Albertstadt.

11 Kommentare

  1. Warum?
    Kann mir jemand ernsthaft erklären warum sich Menschen dazu entscheiden Mülltonnen o.ä. anzuzünden?
    Gegen wen oder was sind diese Aktionen gerichtet? Es trifft Feuerwehr & Rettungswachen, die Nacht für Nacht ausrücken müssen.

  2. @fragender. das ist mir auch ein Rätsel. mein Auto war vor 2 Jahren auch von so einem Brand betroffen. es macht einfach nur wütend.

  3. „Wehret den Anfängen“ sage ich dazu. In einem Stadtteil, in dem einfache Regeln nicht mehr durchgesetzt werden, ist Vandalismus nicht mehr weit weg. Jeden Tag haben wir mehrere der folgenden Dinge:
    – nächtliches Rumbrüllen und Flaschen schmeißen
    – Mülltonnen umschmeißen
    – Stundenlanges Parken im Halteverbot (z.B. Alaunstraße)
    – Mit dem Fahrrad bei Rot über Ampeln fahren, gerne auch ohne Licht und/oder mit Vollspeed
    – Vorfahrt ertrotzen
    – Häuserwände vollschmieren
    – Fußwege von Hunden vollkacken lassen
    – Alaunpark zumüllen

    Nun kann man diskutieren, warum das so ist und wer Schuld daran hat. Fakt ist: Wo all das so gelebt und toleriert wird, ist der Schritt zum Mülltonne anzünden nicht mehr weit. Wahrscheinlich ist die individuelle Freiheit dann doch viel wichtiger als irgendein Gemeinwohl.

  4. @Jonk

    Der Verfall bzw. die Vereinnahmung einzelner Personen des Viertels findet aktiv seit 2-3 Jahren statt. Da ich kein Freund von „Bürgerwehren“ oder ähnlichen bin, plädiere ich für eine noch stärkere Präsenz von Ordnungsamt und Polizei. Diesen Personen muss so lange auf „den Sack gegangen“ werden bis diese das Viertel meiden. Sei es das von dir angesprochene Parkverhalten gewisser Imbiss und Shisha Besitzer auf der Alaunstraße oder Louisenstraße. Das extreme Rasen derer „Lieferanten“ in 20/30er Zonen. Aber auch dieses sympatsiche Verhalten der Tag Zwo „Gäste“. Es fuckt nur noch ab. In 20 Jahre Neustadt hat man schon einiges gesehen, aber diese Entwicklung ist nur noch übel.

  5. @Daniel

    So wirklich weiß ich nicht, ob der Verfall erst in den letzten Jahren eingetreten ist oder ob es diesen Verfall schon immer gab und sich nur immer wieder in neuen Facetten zeigt bzw. nie wirklich ein Aufschwung zu etwas Besseren stattgefunden hat. Aber in Bezug auf die Zustände hast du absolut recht. Ist es nun genau das, was das Viertel ausmacht? Ich denke nicht. Haben gewisse Gruppierungen das Recht darauf, sich ein Viertel anzueignen? Selbstverständlich nicht. Von Bürgerwehren halte ich ebenso wenig, die haben keine wirkliche Macht und dienen nur dazu, dass sich dort einzelne Personen profilieren können. Mehr Polizei, durchgreifen und vor allem beständige Konsequenz könnten helfen. Leider funktionieren HOAs wie in den USA in Deutschland nicht, sehr schade – das wäre kein schlechtes Instrument für so ein Viertel. In Kleingarten-Anlagen bekommen wir strenge Regeln ja schließlich auch hin. Oder wenn man eine Klimaanalage einbauen lassen will, da muss erst die Eigentümergemeinschaft zustimmen. Warum sind wir im Kleinen besonders streng und festgefahren, aber im Großen Ganzen lassen wir es vor sich hin dümpeln?

  6. @Calvin als ich das letzte mal nachschaute war Brandstiftung bereits verboten. Kein Problem der Regeln sondern der Sozialisierung, wobei es bei Brandstiftung auch oft Überschneidungen mit psychischen Problemen gibt. Vielleicht doch mal mehr Sozial- und Psychoarbeit?

    @Marcus die broken window theorie gilt als wissenschaftlich widerlegt.

  7. @Pieschen: Habe ich mir gerade angeguckt und ist korrekt. Danke für das Aufmerksammachen!
    Ich bin auch nicht für die damit propagierte Null-Toleranz-Politik, die ich ohnehin für falsch und desaströs halte.

    Andererseits glaube ich, dass das Gewähren lassen oder nicht aufräumen dazu führen kann, dass Probleme schlimmer werden.
    Anders geschrieben: Wenn nicht jeden Morgen und vor allem an Wochenenden hinter den Partyleuten an der schiefen Ecke aufgeräumt würde und einfach so entsorgter Sperrmüll nicht weggeräumt würde, denke ich, dass es eine größere Dynamik entwickeln und zu mehr Vermüllung führen könnte.
    Ob das belegbar ist, weiß ich nicht. Aber es deckt sich mit meiner Beobachtung in anderen Städten.

  8. @Pieschen und @Marcus: Wenn ich mich recht erinnere, besagt die Broken-Windows-Theorie Wilson und Kelling, dass kleine Verschmutzungen und Beschädigungen am Ende zu Gewalt und gar Mord führen. Dies gilt in der Tat als widerlegt, ein guter Artikel (wenn auch schon ein paar Jahre älter) dazu findet sich hier: https://idw-online.de/de/news629817

    Der Anfangsansatz der Theorie – Wo etwas kaputt/beschmiert ist, wird anderes leichter kaputt gemacht oder mehr beschmiert. – Diesen Ansatz scheinen aber auch neuere Studien zu belegen. https://www.sueddeutsche.de/wissen/us-polizei-kaputte-fenster-kaputte-moral-1.2388135

    Nicht empirisch untersucht, aber immer wieder festgestellt und mir von verschiedenen Gewerbetreibenden und Anwohnern berichtet: Es gibt Häuser in der Neustadt, die gar nicht oder nur ganz wenige Graffiti haben, in der Regel kümmern sich die Eigentümer/Verwalter dort intensiver um die Bereinigung, was dann zu einem Nachlassen der Bekritzelung führt.

  9. Mir fehlt hier auch das Augenmaß und vor allem die Gerechtigkeit und Lenkungswirkung. Gestern habe ich auf der Alaunstraße einen kleinen Dawoo Mattiz mit gültigem Anwohnerparkausweis mit Strafzettel gesehen. Er stand gerade so in dem Bereich wo Parkverbot ist und das auch nur werktags von 8 bis 20. Der fährt bestimmt keinen Dawoo weil er so viel Geld hat und den Parkplatz hat er auch nur genommen, weil die legalen Parkplätze im Sommer mit Sitzgelegenheiten für die Restaurants besetzt sind. Ja, formal soll er da nicht parken, aber auch er hat 135€ für den Anwohnerparkausweis bezahlt.

    Auf der anderen Seite sehe ich vor bekannten Shisha Bars, z.B. auch auf der kleinen Bautzner wo absolutes Halteverbot ist, und man wirklich kaum durchkommt, dicke fette Protzkarren rumstehen, und das stundenlang und wiederholt!!! Message: wer reich ist oder zumindest so tut und noch dazu möglichst dreist, vor dem kuscht das Ortnungsamt. Kleinwagenbesitzer die niemanden stören, kassiert man ab. Das ist total ungerecht und sowas kotzt mich an!

  10. @Anton…“Nicht empirisch untersucht, aber immer wieder festgestellt und mir von verschiedenen Gewerbetreibenden und Anwohnern berichtet: Es gibt Häuser in der Neustadt, die gar nicht oder nur ganz wenige Graffiti haben, in der Regel kümmern sich die Eigentümer/Verwalter dort intensiver um die Bereinigung, was dann zu einem Nachlassen der Bekritzelung führt.“…
    ..da wird sich schlicht und ergreifend noch gekümmert…der nächste Schmierer kommt bestimmt.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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