Anzeige

Blaue Fabrik

Graffitisprüher geschnappt

Bei der Google-Suche bevorzugen!

In der Nacht zum Freitag hat die Dresdner Polizei zwei mutmaßliche Graffitisprüher an der Waldschlößchenbrücke gestellt. Die beiden Männer sind 18 und 19 Jahre alt.

Ein Zeuge hatte gegen 2.25 Uhr beobachtet, wie zwei Männer die Waldschlößchenbrücke mit einem Graffito besprühten. Er rief die Polizei. Die Beamten stellten wenig später zwei Tatverdächtige.

Gegen die beiden Deutschen wird wegen Sachbeschädigung ermittelt. Den entstandenen Sachschaden beziffert die Polizei auf etwa 1.000 Euro.

Anzeige

Kaffkiez

Anzeige

Volkskunstmuseum

Anzeige

Krypto, was?

Anzeige

Nikita Miller im Boulevardtheater

Anzeige

Radensleben Transporte

Anzeige

Blitzumzug

Anzeige

VG Biomarkt

Anzeige

Pyro Games im Ostragehege

Anzeige

Societaetstheater

Anzeige

Die Linke

Anzeige

Alternatives Akustikkollektiv

Anzeige

Zeitlos

Anzeige

tranquillo

Anzeige

Semper Oberschule Dresden

Anzeige

teilAuto

Anzeige

Jüdische Woche Dresden

♥ Neustadt-Geflüster unterstützen ♥

44 Kommentare

  1. Ganz sicher bekommen sie nicht viel ab. Eben Narrenfreiheit für Narren.
    Dresden sollte vielleicht etwas mehr Singapur wagen.

  2. @Quarkbesen geh mal zurück zu Facebook, da kannste deine Hetze in die Kommentare schreiben. Prügelstrafen sind ganz sicher nicht angemessen für ein bisschen Farbe an grauen Brückenpfeilern. Graffiti ist Subkultur pur, ohne Gewinngedanken, und ist schon immer ein Zeichen eines lebendigen, alternativen Viertels. Und hat deswegen auch seinen Platz in unserem Viertel – Die Neustadt bleibt dreckig!

    LG

  3. @Quarkbesen
    Stimmt, das ist eine Möglichkeit. Oder wir halten an so grundlegenden Dingen wie der Menschenwürde fest. Aber ja, die haben ne Brücke mit Farbe besprüht, da fällt der ordnungsliebende Deutsche geistig auch gern mal zurück ins 19. Jh.

  4. @Rudi-Leo
    Nur weil jemand „Kultur“ auf die Packung geschrieben hat, bedeutet das nicht, dass der Inhalt unbedingt erhaltenswert ist.
    Und wenn ich mir anschaue, wieviel Sch*** ohne jeden Gewinngedanken gemacht wird, bin ich mir auch da nicht so sicher, dass das ein passendes Kriterium ist.
    Ach ja – und dass die Apotheose „unseres lebendigen alternativen Viertels“ dann auch wieder dabei sein muss – war ja zu erwarten.

  5. @Quarkbesen Beinahe witzig ist, dass ich noch nicht einmal die „Singapur“-Methode meinte, aber mein Kommentar trotzdem der Zensur zum Opfer fiel. Ob es wohl an einer Bildungslücke lag? Zweierlei Maß? Oder war es die Frage, ob die Leute, welche derartiges feiern, nicht ganz bei Verstand sind? Fragen über Fragen. ;)

  6. @Rudi-Leo Wenn ich persönliche Arbeit investiere, um eine Hauswand neu zu verputzen bzw. anzumalen und Du kommst, trittst meine Arbeit mit Füßen – erwische ich Dich – dann mache ich ein Bild von Dir und fahre persönlich auf die Stauffe! ;)

  7. @Rudi-Leo Noch etwas für den Weg: Es hat rein gar nichts mit „linksalternativ“ zu tun, sich im Dreck zu suhlen!

  8. @Spatz Bin ja oft in vielen Punkten bei Dir, aber hier gibt es offenbar einen Graben im Verständnis der Dinge. ;)

  9. Auch wenn unsere Beiträge schon mal partiell (!) in eine ähnliche Richtung gehen, ist es mir doch nun mal ein wichtiges Anliegen, mich von einem anderen Kommentator, der hier (und anderswo) herumzetert, deutlich zu distanzieren.

  10. Da stellte sich mir schon beim lesen der Meldung die Frage, wie verbittert und Hasserfüllt ein Mensch sein muss, um auf die bescheuerte Idee zu kommen die Polizei zu rufen, weil man beobachtet, wie ein paar Jugendliche einen dämlichen Brückenpfeiler ansprühen.
    Aber was dann hier in einigen Kommentaren gefordert wird … unfassbar! Was zur Hölle läuft denn falsch bei Euch???

  11. @DDHecht-Bewohner

    „@Spatz https://www.tagesschau.de/inland/regional/sachsen/news-felsen-saechsische-schweiz-vandalismus-polizei-,fahndung-258.html Ist bestimmt auch ok? Ich bekomme da das große Kotzen! WAS STIMMT MIT EUCH NICHT?“ Warum sollte das „ok“ sein? Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Und wen meinst du mit „EUCH“? Pluralis Majestatis wäre zu viel der Ehre.

    „Bin ja oft in vielen Punkten bei Dir, aber hier gibt es offenbar einen Graben im Verständnis der Dinge. ;)“ Ist für mich kein Problem. Die Frage für mich ist, mit welchem Geltungsanspruch du antrittst, wie du diesen begründest und ob ich ihn aus den vorgebrachten Gründen akzeptiere. Du erhebst hier genau null Geltungsanspruch – also alles gut.
    Ich könnte deinen reproduzierten Ableismus („nicht ganz bei Verstand“, „Narzissmus“) thematisieren oder das Verharmlosen von gewaltsamer Erniedrigung („kann wehtun“). Oder wir könnten uns über Subkultur und Funktion der Sichtbarmachung streiten. Ich kann aber auch akzeptieren, dass wir da unterschiedlicher Meinung sind.

  12. @mar: Beim Lesen deines Kommentars und manch anderem frage ich mich, was bei euch falsch läuft, um Vandalismus derart zu verteidigen. Glaubt ihr im Ernst, dass irgend eine Miete billiger wird, irgend ein Nazi weniger raumläuft oder überhaupt irgendwas besser wird, wenn ein frisch gestrichenes Haus oder eine Turnhalle (Alaunstraße, großflächig auf die Mosaik Fliesen) mit Tags und anderem Zeug ohne jeden künstlerischen Anspruch voll gekritzelt wird? Für mich ist das ein Zeichen größter Missachtung der (Arbeits-)Leistung anderer Menschen und von Bemühungen, mal irgendwas schöner zu haben. Das einzige was bleibt sind Ärger und Kosten für die Allgemeinheit oder eben Mieter. Ich habe kein Verständnis für Vandalismus und keins für dessen Verteidigung, eher Unverständnis und Verachtung…

    Prügelstrafen lehne ich kategorisch ab, das ist völlig indiskutabel. Aber die eigene Erfahrung, wie viel Arbeit und Anstrengung es kostet, so ne Wand wieder schick zu bekommen, würde ich allen Überführten gern zuteil werden lassen.

  13. Eventuell hat sich der Nachbar aus dem Hechtviertel etwas vergaloppiert.

    Das nun derjenige der die Polizei ruft das Problem ist und nicht derjenige der Sachbeschädigung begeht, glaube ich jedoch nicht.

    Wir müssen das Rad auch nicht neu erfinden, denn es reicht völlig wer fremdes Eigentum beschädigt, muss damit rechnen, dafür zur Verantwortung gezogen zu werden.

    Ob man Graffiti als Kunst, Subkultur oder Ausdruck eines lebendigen Viertels empfindet, darf jeder selbst entscheiden… also bei der eigenen Hauswand. Bei der Wand anderer Leute endet die künstlerische Selbstverwirklichung dort, wo deren Eigentum beginnt.

  14. @Rudi-Leo: „Und hat deswegen auch seinen Platz in unserem Viertel – Die Neustadt bleibt dreckig!“

    Die Waldschlösschenbrücke steht nicht in der Neustadt. Aber wenn man das eigene Viertel darüber definiert, wo man Blödsinn an Wände schmiert, kann man sich auch mal irren.

  15. Für die Fraktion „Neustadt bleibt dreggsch“ waren das Waldschlösschenareal und die Radeberger Vorstadt früher ungefähr so weit weg wie der Mars. Aber gut, dann breiten sich Dreck und Neustadt mittlerweile weiter aus, als ich das bisher subjektiv wahrgenommen habe. Das macht es gleich viel besser.

  16. Für mich zählt Werbung im öffentlichen Raum ebenfalls als Vandalismus. Insofern fällt es mir schwer, da jetzt über die Maßen Partei zu ergreifen, sieht ja in der Regel alles Sch… aus. Ob da nu Kaufland, Ikea, htzsprqlf, prüwtkgl oder namomimu steht, spielt doch überhaupt keine Rolle.

  17. @Mar @Rudi-Leo Wer sagt eigentlich, dass diese Typen da nicht „AFD“ oder gar Hakekreuze an die Pfeiler spühen wollten? Geht in Euch, wie dann die Reaktion wäre!
    @Spatz „Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.“ Ersthaft? Erkläre doch mal den Unterschied dieser beiden Fälle! Wo liegt da der Unterschied im Ergebnis bzw. der Motivation dahinter. Warum sollte ich es unterschiedlich bewerten? Bin bin gespannt!

  18. @Peter Macheli Ist Dein persönliches Problem und hat nur sehr sehr wenig mit dem Thema zu tun! Ich hasse die Farben Rosa und Lila! Darf da also einschreiten, weil es mich stört? ;)

  19. @Spatz Mit „EUCH“ sind offenbar alle angesprochen, die diesen Pseudokunst-Irrsinn versuchen auf Biegen und Brechen schönzureden. Wie kann das missverstanden werden? Wenn es da schon hakt … Oder liegt es am Willen nicht verstehen zu wollen? 

  20. @Mar An welcher Stelle sagte ich, dass ich die Polizei rufe? Lies es noch einmal! Denke darüber nach! … Wenn Worte und Appelle an die Vernunft nichts bewegen, bleiben genau 3 Optionen: 1. Selbstschutz (du würdest Selbstjustiz sagen) 2. Die Justiz (findest du auch Scheiße) 3. Dieses Tun einfach unterwürfig hinzunehmen. … Tja … was ich dir ganz sicher sagen kann: Punkt 3 darfst du getrost streichen.

  21. @Spatz Vergleiche Kunst … https://www.creativity103.com/collections/Graffiti/slides/Graffiti_DSC9454.html https://external-content.duckduckgo.com/iu/?u=https%3A%2F%2Ftse1.mm.bing.net%2Fth%2Fid%2FOIP.zk2RImmxzb5tmsxXS_UPAAHaDt%3Fpid%3DApi&f=1&ipt=4c692a25a40e4018384fa17ea2256f31ae90f66fa3ec72e1f0730aefe3b9f2dd&ipo=images https://ph.pinterest.com/pin/173107179413474257/ und 95 % der Farbauftragungen der ortsansässigen Pseudokünstler! Diese Tagger-Toy-Crews im Viertel sollten üben, bis sie wirklich etwas können. Bin gar kein absoluter Feind von Streetart. … aber ich will verdammt noch mal gefragt werden! Wenn dann ein Nein kein Nein ist, wird der Pfad verdammt schmal, oder nicht? Ist das nicht übergriffig? Dieses Verhalten betrifft ja nicht nur Außenwände. Rede mal mit Betreibern von Kneipen und sonstigen Läden in der Neustadt und frage wie oft die derartiges Geschmiere in ihren Läden bzw. Sanitären Anlagen beseitigen müssen! Diese Schmierfinken kennen weder Scham noch Grenzen und würden selbst die Pyramiden anmalen.

  22. Gestern klebten in der Toilette der neu eröffneten Scheune zwei Antifa Aufkleber. Da waren wohl sehr mutige Wiederstandskämpfer am Werk.

    Kann mir mal einer erklären, was so antifaschistisch dran ist, Klos mit Aufklebern zu versehen?

    Wäre es nicht deutlich mutiger, nach Sachsen Anhalt zu fahren und dort auf dem Marktplatz einer Kleinstadt Leute von seinen Ideen zu überzeugen?

  23. @Jonk Es freut mich, dass wir uns zumindest bezüglich der Ablehnung der (hier in den Kommentaren ja auch geforderten) Prügelstrafe einig sind. Was Graffiti im öffentlichen Raum angeht: Na zum einen ist so ein Brückenpfeiler eben keine liebevoll privat sanierte Hauswand am schönen Eigenheim. Aber ja, zugegeben, natürlich trifft das auch solche Spots wie von dir aufgezählt – eben Flächen im öffentlichen Raum. Und da kann ich nur sagen wie ich das empfinde: für mich gehört das zu einer lebendigen Stadt einfach dazu, bzw. find ich das anders herum fruchtbar beklemmend und leblos, wenn alles fein saniert und „schön sauber und ordentlich ist“. Da geht es mir weder um Mietpreise, noch um politische Botschaften oder künstlerischen Anspruch. Ne, einfach darum, dass nicht alles so furchtbar glattgeleckt und gleichförmig ist. Einfach ein paar Kids, die ihren Namen irgendwo sichtbar hinschreiben und damit im Grunde nichts anderes sagen als: „Hallo, ich existiere, schaut her“ Haben die vorher alle anderen Menschen gefragt, ob die damit einverstanden sind: ne, sicher nich. Hat mich jemand vorher gefragt wie ich die allgegenwärtige Werbung oder die ganze Investoren-Architektur im öffentlichen Raum finde: ne, sicher nicht. Zusammengefasst werden wir uns bei diesem Themenkomplex wohl eher nicht einig werden, auch wenn ich eine Teil deiner Argumente natürlich auch ein Stückweit verstehen kann. Aber die Writer ziehen nicht los, um ihre Missachtung vor der Arbeit anderer damit auszudrücken, das wird aber wohl auch nichts daran ändern, dass du das so empfindest. Aber nochmal: es ging nicht um irgend ne wertvolle Fassade, sondern um nen fucking Brückenpfeiler (der vermutlich eh schon besprüht war), Und ja, ich kann nach wie vor nicht verstehen, warum man in dem Fall die Polizei ruft. Aber auch damit werd ich wohl weiterhin ich leben müssen, genauso wie du damit, dass es immer wieder Kids geben wird, die ihren Namen irgendwo hinschreiben.

  24. Der „Wettbewerb um den Längsten“ ist einer der Hauptgründe für die nächtlichen Mal-Aktionen der Drei-Buchstaben-Reviermarkierer – zeigen, wo man überall war und das man größer, höher und sowieso mehr als alle anderen kann, weil wegen Fame, Restecp und so. Dieses Verhalten kennt man ja auch vom besten Freund des Menschen. Und weil alles schon so voll ist, malt man eben auch Schulen an, Friedhofswände, Sitzgelegenheiten, Spielplätze usw. Nur zu Hause, da sind die Stühle und der Tisch sauber, denn wer würde sich schon freiwillig in einen solchen Dregg setzen, mit dem man andere ungebeten beglückt?

  25. DDHecht-Bewohner: Das hab ich aus dem Bericht so rausgelesen und bin daher davon ausgegangen, dass es sich um Graffiti im engeren Sinn handelt, d.h. jemand schreibt seinen Namen (oder den der eigenen Crew). Hab das zugegeben nicht immer so vor Augen, dass viele Menschen politische Parolen usw. mit zu Graffiti zählen (weil sie eben mit Dose gespüht werden), wobei das für mich nix miteinander zu tun hat.
    Aber ich sehe deinen Punkt und ich hab da jetzt schon ne Weile drüber nachgedacht, wie ich mich verhalten würde, wenn ich zufällig sehen würde, dass jemand „rechte Schmierereien“ anbringt. Und so ne komplette Antwort hab ich darauf auch nicht so ohne weiteres, bis auf: die Polizei würde ich sicher nicht rufen (wenn auch nur, weil ich der hiesigen Polizei nicht mehr vertraue).

  26. @DD-Hechtbewohner

    „Mit „EUCH“ sind offenbar alle angesprochen, die diesen Pseudokunst-Irrsinn versuchen auf Biegen und Brechen schönzureden.“
    „Pseudokunst-Irrsinn“ müsstest du schon mal irgendwie versuchen zu begründen. Da kommt es auf deinen Begriff von Kunst an. Und ich bin mir sicher, dass unsere „Kunst“-Begriffe sehr unterschiedlich sein werden. Deine Behauptung – deine Pflicht zu belegen. Muss sich also niemand angesprochen fühlen.

    Tags sind die früheste Form des modernen Graffiti (ich hoffe, dass es bei dir nicht erst mit Style Writing, Wildstyles und Pieces beginnt).
    Schon in der Antike hatten Menschen den Drang, Spuren im öffentlichen Raum zu hinterlassen (eingeritzte Liebesbotschaften, Wahlwerbung oder auch Schmähungen). Wenn du dir Tags von Cornbread, TAKI 183 oder auch Phase 2 (60er/70er in Philli und NYC) ansiehst, dann benenne mal die Unterschiede zu dem, was du als „Tagger-Toy-Crews“ bezeichnest. Ich bin vor allem auf das Kriterium gespannt.

    „Bin gar kein absoluter Feind von Streetart.“ Das ist schön, jedoch gibt’s zwischen Graffiti und Streetart einen erheblichen Unterschied in beabsichtigter Wirkung, Motivation und Ursprung. Diese Unterschiede zu kennen ist eine wichtige Voraussetzung, um urbaner Kunst und ihr Potential zu verstehen, egal ob als kritische Stimme, Selbstinszenierung oder Auftragsarbeit.

    „Rede mal mit Betreibern von Kneipen und sonstigen Läden in der Neustadt …“ Jo, die gehen höchst unterschiedlich damit um (z.B. Haase, Heartbreak, …). Da sind die Meinungen viel diverser als du hier suggerierst.

    „Diese Schmierfinken kennen weder Scham noch Grenzen…“ Doch, die meisten von denen die ich kenne schon. Denen ist aber häufig (und völlig zu recht – Achtung „Kunst“-Begriff) egal, was du oder ich davon halten ;-)

    Wenn es Dir also darum geht, völlig unabhängig von Kontext, jeweiliger Intention und Publikum, alles über einen Kamm zu scheren, dann bin ich raus. Zur Erinnerung: zwei Menschen haben Farbe auf eine Brücke gesprüht. Du und andere haben mit diesem absolut überzogenen Law-and-Order-Quatsch angefangen (siehe „Singapur“).

  27. Diesmal wars „nur“ ein Brückenpfeiler. Morgen eine Hauswand, übermorgen ein Auto. Ich war gestern in der „Ecke Nord“. Was dort aus dem, früher mal ansehnlichen Toilettenraum geworden ist, ist echt nicht mehr feierlich. Jeder der beim rumkritzeln, mehr ist es nicht, erwischt wird, hat es verdient.

  28. @Mar: Ehrlich gesagt finde ich, dass das Besprühen eines fucking Brückenpfeilers jetzt auch kein Kapitalverbrechen ist. Aber eine öffentliche Turnhalle oder die schön sanierte Scheune (4 Jahre, viel Arbeit, viel Geld, viel Lärm und noch mehr Herzblut) ist ein absolutes No-Go für mich. Und leider gibt es da keine Scham oder Hemmschwelle mehr und auch kein Gefühl seitens der Sprüher. Ich würde mich freuen, wenn die großen Schandtaten geahndet würden. Da es es aber in der Szene offensichtlich keine Unterscheidung mehr gibt, bin ich dafür alles zu ahnden was da abläuft.

    Was mich ehrlich gesagt ratlos zurück lässt ist die Tatsache, dass das keiner bemerkt. Schau dir mal die Turnhalle auf der Alaunstraße an, diese großflächigen Verunstaltung (es ist wirklich nur großflächiger, schwarzer Mist ohne Message oder Kunst). Das macht man doch nicht in ner Minute. Wie kann so was unbemerkt bleiben???

  29. @Spatz: Vielen Dank für die ganze historische Einordnung. Das ganze scheint komplexer, als man sich das so vorstellt.

    Trotzdem meine ganz konkrete Frage und ich möchte darauf, da du dich ja der Szene auszukennen scheinst, eine ganz konkrete Antwort ohne irgendwelche Ausflüchte: Worin besteht der Sinn, oder die Erfüllung die grünen Mosaik Fliesen einer Turnhalle massiv mit schwarzer Farbe voll zu sprühen?

  30. Danke Anton für den interessanten Link. Bisschen schlauer bin ich jetzt tatsächlich.

    Das mit der besprühten Turnhalle lässt sich damit aber auch nicht verstehen…

  31. @Spatz Wenn Du nicht herauslesen möchtest, dass der Link zu Singapur ein Beispiel war, wie in anderen Ländern damit umgegangen wird und Du da direkt eine Forderung hineininterpretierst, obwohl ich sagte, dass ich so weit gar nicht gehen würde, sehe ich den Fehler ganz sicher nicht bei mir.

  32. @Spatz „Schon in der Antike hatten Menschen den Drang …“
    So so! Soll ich Dir einmal eine Liste zusammenstellen, welche „Dränge“ da noch so alles akzeptiert waren?

  33. @Spatz „Rede mal mit Betreibern von Kneipen und sonstigen Läden in der Neustadt …“ Jo, die gehen höchst unterschiedlich damit um (z.B. Haase, Heartbreak, …). Da sind die Meinungen viel diverser als du hier suggerierst.

    Wirklich? Oder eher Aufgabe bzw. kennt man sich, was Duldung im gewissen Maße impliziert? Als Tipp: Möchte man wirklich wissen, wer wer ist, müsste man sich da nur ein paar mal hinbegeben und beobachten. Denn ja, die Anlaufstellen sind natürlich bisweilen offensichtlich! Konspirativ, geht eben auch anders. Bisweilen kann man sogar in Treppenaufgängen erkennen, wer wo unterwegs ist. Und wenn ich das schon erkennen kann, dann liegt es im Moment eher am Willen, nicht am Können.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert