Anzeige

Yogawayv

Polizeibehörde kontrolliert am Papier-Container

Pappe mal schnell neben dem Container entsorgen – das könnte unter Umständen teuer werden. Die Stadtverwaltung schickt in unregelmäßigen Abständen auch die Polizeibehörde durch die Neustadt. Die nimmt die Ablagerungen unter die Lupe.

Ablagerungskontrolle auf der Talstraße - Foto: privat
Ablagerungskontrolle auf der Talstraße – Foto: privat

Insgesamt 22 Standorte mit Containern für Altpapier gibt es derzeit im Stadtbezirk Neustadt. Eine Übersicht findet man im Themenstadtplan der Stadt Dresden. In der Karte sind sie blau eingezeichnet. Blau sind auch die Mülltonnen, die auf privatem Grund für Altpapier genutzt werden. „Mehr als 70 Prozent der Anschlussobjekte im Stadtgebiet nutzen bereits die Blaue Tonne als bequeme und haushaltsnahe Entsorgungsmöglichkeit“, sagt Stadtsprecher Alexander Buchmann. Auf diesem Weg werde rund drei Viertel der Altpapiermenge der Dresdner Haushalte erfasst, nur noch 25 Prozent des Altpapiers landen in den Depotcontainern, wie sie in der Neustadt unter anderem am Bischofsweg oder an der Seifhennersdorfer Straße stehen.

Bußgeld möglich

„Standplätze, an denen neben Glas auch Altpapier eingeworfen werden kann, sind häufiger und von größeren Mengen illegaler Ablagerungen betroffen“, sagt Buchmann. Das wirke sich im Vergleich zu Glas-Standplätzen deutlich auf Reinigungszyklen und -kosten aus. Dazu komme, dass bei fehlender Zerkleinerung von Pappen/Kartonagen die Container nicht ausgelastet und Pappen/Kartonagen häufig nur vor dem Container abgestellt werden. Das würde die Anlieger belasten und verlängere Leerungstouren. „Im Allgemeinen wurden Standplätze in Gegenden reduziert, in denen der Anschlussgrad der Blauen Tonne besonders hoch ist“, so Buchmann. Es sei davon auszugehen, dass neue Standplätze künftig ohne Altpapier geplant werden.

Er weist darauf hin, dass die Ablagerung neben den Wertstoffcontainern gegen geltendes Recht verstößt. Solche Verstöße sind Ordnungswidrigkeiten und können mit Bußgeld geahndet werden. Buchmann erläutert, dass im Rahmen eigener Recherchen und Kontrollen grundsätzlich versucht wird, die Verursacher*innen illegaler Ablagerungen zu ermitteln. Im Regelfall könne dies nur gelingen, wenn sich auf den Ablagerungen ein Adressaufkleber befindet.

Anzeige

Societaetstheater

Anzeige

Blaue Fabrik

Anzeige

Alternatives Akustikkollektiv

Anzeige

Alexander Scheer Andreas Dresden und Band am 22. Februar in Dresden, Alter Schlachthof

Anzeige

Humorzone

Anzeige

Villandry

Anzeige

tranquillo

Anzeige

Zeitlos

Anzeige

Blitzumzug

Anzeige

Die Linke

Anzeige

Genesis in der Martin-Luther-Kirche

Anzeige

Tischlerei Schramm

Sollten Verursacher*innen festgestellt werden, läge ein Verstoß gegen die Abfallwirtschaftssatzung der Landeshauptstadt Dresden (hier als PDF) vor. Ein solcher Verstoß würde bei der Bußgeldbehörde zur Anzeige gebracht. Dort wird auch die Bußgeldhöhe festgelegt.

Blaue Tonnen gibt es auch für gewerblich anfallendes Altpapier. Foto: Anton Launer
Blaue Tonnen gibt es auch für gewerblich anfallendes Altpapier. Foto: Anton Launer

Wie Buchmann weiter mitteilt, führt der Gemeindliche Vollzugsdienst (Ordnungsamt) keine Statistik über die Erfolge der Fahndung am Papiercontainer. Werden Verstöße festgestellt, werden diese angezeigt. Kann keine Verursacherin ausfindig gemacht werden, erfolgt lediglich eine Mitteilung an das zuständige Fachamt, welches dann die Beseitigung der Verschmutzung veranlasst.

Alle eigenständig an die Abfallwirtschaft angeschlossenen Eigentümer von Grundstücken, Firmen und Verwaltungen können die städtische Blaue Tonne bestellen. Die Blaue Tonne ist gebührenfrei.

Anzeige

Die Linke

Anzeige

Tischlerei Schramm

Anzeige

Humorzone

Anzeige

Genesis in der Martin-Luther-Kirche

Anzeige

Kieferorthopädie Dr. Manuela Beltz

Anzeige

Alexander Scheer Andreas Dresden und Band am 22. Februar in Dresden, Alter Schlachthof

20 Kommentare

  1. okay… Es ist natürlich zumutbar, dass man seine Kartonage klein macht. Dann passt auch mehr rein. Interessanterweise schafft es eigentlich jeder die Adressaufkleber zu entfernen, der seinen Kram danebenstellt…. komisch! Gerade auf der Talstrasse wird sicherlich nicht wöchentlich gelehrt. Und dann wird es eben mal schwierig und aufwendiger für die Entsorger. Aber wo ist jetzt Ursache und Wirkung? Ein öffentliches Ärgernis ist es so oder so. Der Entsorger macht es ja auch nicht aus Menschenfreundlichkeit, sondern verdient damit Geld. Also einfach mal die Taktzahl hochfahren! Die „illegalen“ Kartonentsorger wird kein Mensch erwischen……….

  2. Die Blaue Tonne ist ja gut und schön. Wir wollten eine blaue Tonne, der Vermieter nicht. Begründung: Der Mehraufwand für den Hausmeisterdienst sei zu groß. Der müsse dann einmal mehr kommen, um die Tonne herauszustellen. Also lehnt er die Anschaffung ab. Wenn die Stadt zukünftig die Recyclingplätze ohne Papiercontainer plant, muß sie im Gegenzug die Bereitstellung der blauen Tonnen verpflichtend für alle Vermieter einführen. Das widerrum hätte einen Anstieg der Betriebskosten zur Folge, denn der Hausmeister müßte ja dann eine Tonne mehr bewegen. Kostenlos mag die Blaue Tonne ja sein, kostenfrei ist sie für Mieter definitiv nicht.

  3. Danny sagt: Hallo Bewohner 76,wie wäre es denn die blaue Tonne selbst zur Abholung vor die Haustür zu stellen. Da kommen keine weiteren Kosten auf die Mieter zu.

  4. Hoffe das die Ordnungsgelder schön hoch sind, wäre auch super, wenn die betreffende Person dann für 1 Monat dort regelmäßig sauber machen müsste. Dann würde diese Person nie wieder Müll ablagern!

  5. Danny Mägel: das funktioniert möglicherweise in Häuser mit wenig Parteien, aber wenn die Organisation über einen Hausmeisterdienst erfolgt und eine Hausverwaltung die für mehrere Häuser zuständig sind funktioniert das nicht. Zudem gibt es auch Häuser bei denen schlicht kein Platz für eine zusätzliche Tonne ist zB bei mir und mich regt es schon lange auf, dass die Stadt die Containerstandorte reduziert.

  6. Die Stadtverwaltung sollte sich über die beschriebenen Probleme Gedanken machen, denn dies betrifft ja auch das gesamte Stadtgebiet. Der Trend geht ja dazu, dass jeder Einzelne für die Entsorgung zuständig ist und dafür im besten Fall den Wertstoffhof nutzt. Die Stadtreinigung hat dann keinen Aufwand und kann maximal am Recycling der Pappe verdienen. Die Tonnen im Straßenraum und Daheim sind zudem eher dafür gedacht, mal einen Schuhkarton zu entsorgen. Bei papierlastigen Ereignissen wie Weihnachten oder Lieferung neuer Möbel usw., ist man angehalten die Kisten zum Wertstoffhof zu bringen. Vorteil dort: Dank der Presse spart man sich das klein machen der Pappe. Aber ich möchte nicht die Werbetrommel rühren. Es sollte in unserer modernen Gesellschaft schon möglich sein, diese Probleme zu lösen. Bequemlichkeit kostet in den meisten Fällen Geld. Da müssen wir dann einfach durch. Die Lösung sollte nicht sein, dass ein Mieter seine Nebenkosten spart, seinen Müll irgendwo ablegt sodass dann die Allgemeinheit die Kosten für die Entsorgung tragen muss. Bei Pappe könnte man eventuell über die Kosten streiten: ich glaube die blaue Tonne ist kostenfrei und früher gab es bei Recycling Betrieben sogar Geld, wenn man denen größere Mengen vorbei gebracht hat. Sollte also die Stadt mit der blauen Tonne sogar Geld verdienen, könnte man das ja in höhere Taktzahl beim Entleeren investieren.

  7. Danny Mägel, das hatten wir angeboten. Wollte er sich nicht drauf einlassen. Denn dann müßte er die Mietverträge dahingehend ändern, die Mieter zu verpflichten die Tonne zur.Entsorgung bereitzustellen. Wir könnten uns natürlich mit ihm streiten. Das Recht die Tonnen selber, zwecks Betriebskostenminimierung, herauszustellen hätten wir zwar aber solange sich der Vermieter schon bei der Anschaffung quer stellt, kannst Du als Mieter wenig machen.

  8. finde ich etwas fragwürdig das Vorgehen. Konkret gab es an der Königsbrücker / Scheunenhofstr. einen Papier- und Glascontainerplatz, der beim Papier ständig überfüllt war. Jetzt wurde der abgeschafft. Ergebnis längere Wege zu boch wenoger Containern. Dann gleichzeitig rumzuziehen um Bußgeldsünder zu ermitteln, ist m.M. Personaleinsatz an der falschen Stelle.
    Das kann wirtschaftlich und ökologisch nicht die bessere Lösung sein, mit einem großen Müllwagen jedes einzelne Haus (neben den anderen Müllsorten) nochmal anzufahren, statt einige wenige Müllplätze abzuklappern. Für den Geldbeutel der Entsorger wahrscheinlich schon. In Zeiten (angeblich knappper, aber tatsächlich schwer finazierbarer Arbeitskräfte) ist es mir dass nur für die Bequemlichkeit nicht wert.
    Warum stehen die Tonnen nicht am Supermarkt oder die Paketlieferanten nehmen den Paketmüll wieder mit? Dann spart man sich genauso die Wege.

  9. Wenn die Stadt(Reinigung) damit Geld verdient, könnte sie auch das Rausstellen der Tonne organisieren und übernehmen. Bei uns werden alle 4 Arten von Tonnen von der SR raus und wieder rein gestellt. Wäre ja nur fair, wenn das bei der blauen Tonne dann „inklusive“ wäre.

  10. Komplett sinnfreie Übung. Ich bekam mal so einen Vorwurf, konnte ihn aber entkräften: Adressat auf dem Aufkleber muss nicht zwingend der Verursacher sein. Das geht bis zum Szenario, dass der persönliche Erzfeind überall falsch frankierte Pappen stehen lässt… Dem Widerspruch wurde stattgegeben.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass da viele bezahlen…

  11. @Jonk

    Solltest Du glauben, dass die Mitarbeiter der SR eure Tonnen für lau rein- und rausstellen ist das ein Riesenirrtum. Das ist mit Abstand die teuerste Variante…..

    Aber mal zurück zum eigentlichen Thema. Die einfachste Lösung wäre doch einfach mal die sozial orientierte Vernunft einzuschalten bei den ach so coolen Neustadtbewohnern und die Verpackungen von Möbeln oder Riesenfernsehern auf den Wertstoffhof zu befördern. Kauft man ja nicht täglich. Aber das ist offenbar genauso zu viel verlangt wie die Hinterlassenschaften seiner Köter mitzunehmen oder zerbrochenes Glas und Pizzakartons aus Parkanlagen zu entfernen oder fremde Häuser nicht mit irgendwelchen ACAB Parolen vollzuschmieren. Und nee. Wir wollen nicht auf den Hirsch ziehen. Wir wollen einfach nur kein verdrecktes Viertel. Kann ja eigentlich nicht so schwer sein. Aber das wird wohl nichts mehr…… ;-)

  12. Was immer vergessen wird: Um Sachen zum Wertstoffhof zu bringen braucht es einen Führerschein und ein Fortbewegungsmittel.
    Hat nicht jeder.

  13. Stichwort Pizzakarton. Kann mir mal bitte jemand erklären ob, und wenn ja wie viel, der kleine Pizzabrötchen Laden am Eingang der Alaunstrasse für die Entsorgung seiner Pizzakartons bezahlt? Ist das ne extra Gebühr, ist das in der Gewerbe Steuer inklusive? Die müssen ja da keine Container aufstellen und weiter unten, z.b. bunte Ecke und anderswo, sind alle Mülleimer voll und der Müll sammelt sich daneben. Dann kommt die Stadtreinigung usw. usw.

    Für mich sieht das als Außenstehender so aus: Die Allgemeinheit zahlt die Entsorgung und der Gewinn bleibt beim Laden. Wenn das so wäre, fände ich das sehr, sehr ungerecht. Weiß da jemand Bescheid?

  14. @Marcus: Und wie kommen die Dinge in die Wohnung, welche dann ggf. später entsorgt werden müssen? Häufig werden z.Bsp. bei Lieferung die Altgeräte (ggf. gegen eine Gebühr) mitgenommen. Oder man sammelt z.Bsp. im Keller und fragt dann mal Freunde, Bekannte oder Verwandte, ob die unterstützen können, wenn es an eigenen Möglichkeiten mangelt. Und wenn es überhaupt keine andere Option gibt, kann man ggf. auch ein Entsorgungsunternehmen beauftragen. Seinen Müll auf die Straße stellen muss niemand.

  15. Soweit ich weiß, gibt es die blauen Tonnen nur deswegen, weil die Stadt gerne an den Ressourcen verdienen möchte, wobei die Container nicht der Stadt gehören – wenn ich mich recht entsinne, steht auf den Containern immer noch Remondis, der die Entsorgung im Auftrag der Stadt unternimmt – der Stadt die teure Ressourcen Pappe wegnimmt und ggf. als Dienstleister noch extra Geld kostet
    Is dann natürlich ärgerlich für die Stadt, wenn sie dann das wegräumen muss, was nicht in den Containern der anderen gelandet, sondern liegen geblieben is, da muss man jemand extra hinschicken, das kostet dann, wo das mit den (kleinen) blauen Tonnen ja viel praktischer is, weil man als Stadt da viel mehr Geld mit machen kann, ohne einen Finger krumm zu machen, vor allem, wenn die Hausverwaltungen die Tonnen auch noch auf die Straße stellen.
    Und richtig blöd is dann, wenn Müllberge entstehen, weil Unternehmer ihren eigentlich kostenpflichtigen Pappmüll vor den Containern entsorgen – wie am Drewag-Gelände.

    Ich find die blauen Tonnen ehrlich gesagt das Letzte. Die Stadt macht damit Geld, die Kosten dafür tragen die Mieter.
    Wenn die damit so ein mega Problem haben, ihren kostbaren Rohstoff einzusammeln, dann können sie sich von mir aus gerne das Geld bei amazon und co wiederholen. Wer Werbung auf den Karton drucken kann, kann auch dafür bezahlen. Und wenn dann bei amazon Prime plötzlich Verpackung Geld kostet, ist mir das nur recht.

  16. @Stefan E.
    Es ging in dem Artikel um Altpapier. Und es gab Vorschläge, dass man Umverpackungen direkt zum Wertstoffhof bringen sollte.
    Ich wollte nur darauf aufmerksam machen, dass das für Einige ein Problem sein könnte.
    Das ist wie mit Straßenfesten: Die Vorschläge etwas zum Hof zu bringen oder einfach mal über das Wochenende zu verreisen kommen meist von Leuten, die sich nicht vorstellen können, dass das anderen Probleme bereitet.
    Das soll aber nicht heißen, dass ich eine wilde Entsorgung gut finde.

  17. @Marcus

    Das ist eine ziemlich faule Ausrede. Das letzte größere was wir gekauft haben war ein Fernseher. Den Karton haben wir innerhalb von 2 Minuten mit einem Cuttermesser auf DIN A4 Format gebracht und in den Container geworfen. Den kaputten Fernseher hat mir ein freundlicher Hausbewohner bei Gelegenheit zum Wertstoffhof gefahren, da wir kein Auto mehr haben. Das hat mich einen Sixpack Budweiser gekostet, was er gar nicht wollte. Man muss es nur wollen…… ;-)

  18. @marcus:

    Ich habe meine ganze küche zum Wertstoffhof geschafft ohne Führerschein und auto. Und was ich kleiner lurch kann, kannst du auch. Man muss auch ein bisschen wollen. Frieda& frierich haben auch räder mit Hänger oder andere große fortbewegungsmittel. Auch fährt ein Bus zum hammerweg. Wie oben genannt Bequemlichkeit kostet halt Geld.

  19. @Nichtsowichtig
    „Das kannst auch du.“
    Du wirst lachen: Ich entsorge meinen Kram ornungsgemäß und ich brauche auch keine faule Ausrede.
    Danke für die Unterstellung, dass ich wild entsorge!

  20. Steppkes zogen damals mit einem vollen Bollerwagen für ein paar Pfennige zu SERO (Sekundärrohstoffwirtschaft) um dann Softeis zu kaufen. :)

    @E-Haller – kommt mir bekannt vor. Hatte mal einen Bußgeldbescheid im Kasten mit dem Vorwurf illegaler Matratzenentsorgung. Grund: daneben lag – warum auch immer – ein Schrieb mit meiner Anschrift. Mit der Unterstellung ist das Amt natürlich voll gegen die Wand gefahren.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert